Mitten ins Ziel getroffen

FSG NW Präsident Hedderich zum Interview beim WDR

Wer behauptet denn, dass die Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW) nicht die Sprache der jungen Menschen verstehe? Der Präsident der FSG NW, Günther Hedderich, hat Unkenrufe Lügen gestraft. Denn während eines Interviews bei Eins Live, dem Sender für Jugendliche und junge Erwachsene beim Westdeutschen Rundfunk (WDR), hat Hedderich mitten ins Ziel getroffen, als die Eins Live Moderatorin Bianca Hauda ihn zum Thema „Schamgefühl in der Freikörperkultur” interviewt hat.

Für Günther Hedderich ist die Freikörperkultur immer eine Frage des Respekts, wie er in dem Studiogespräch unterstrichen hat. Mit dem Blick auf die Wellness-Bewegung hat Hedderich gefragt, wie sich denn die Menschen fühlten, die in Thermen in die Sauna gingen. Als Bianca Hauda ihm persönlich mit einem Wohlgefühl geantwortet hat, hat er geäußert, dass es ihm mit dem Nacktsein genauso gehe. Das harmonische Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist stehe im Mittelpunkt der Freikörperkultur.

Natürlich ist die Jugend auch im Blick der Moderatorin Bianca Hauda gewesen. Hedderich hat betont, dass die FSG NW als Breitensportverband im Landessportbund Nordrhein Westfalen Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen anbiete, die sich auch im erwachsenen Leben auszahlten. Wenn junge Menschen über die FSG NW übungsleiterscheine erwerben und Freizeitmaßnahmen leiten könnten, könnten sie Erfahrungen sammeln, die ihnen im Arbeits-und Familienleben helfen .

„Es ist für mich eine tolle Erfahrung gewesen”, hat Hedderich vor den Türen des Funkhauses am Appellhofplatz in Köln berichtet. Jungen Leuten müsse der Naturismus auf eine andere Weise schmackhaft gemacht werden, als es in den örtlichen Naturistenvereinen und den regionalen Verbänden üblich sei. Deshalb dankt er auch für die Erfahrung des Gesprächs mit Bianca Hauda. Er habe vieles mitnehmen können, was er mit engagierten Naturistinnen und Naturisten diskutieren könne. Der organisierte Naturismus müsse fit für die Zukunft gemacht werden. Deshalb gelte es unter anderem, freien Naturistinnen und Naturisten einen Stellenwert in der Freikörperkultur-Bewegung zu geben, hat Hedderich betont.

Gefreut hat sich Günther Hedderich, dass der Beitrag zur „Scham in der Freikörperkultur” zu einem publikumsträchtigen Zeitpunkt gesendet wurde. Erfahrungsgemäß sei eine große Zahl junger Menschen an einem Sonntagmittag vor den Radiogeräten. So habe er die Hoffnung, in die Breite gewirkt zu haben und die jungen Leute auf die Freikörperkultur neugierig gemacht zu haben.

Text: Christoph Müller

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