„Kiloweise Eisennägel verspielt”

Skifreizeit der fsg - jugend sorgt für Begeisterung

Die fsg-jugend macht das Unmögliche möglich. Wer dies nicht glaubt, ist auch nicht Teilnehmer der Ski-Freizeit 2014 gewesen, die 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Skipisten im österreichischen Zillertal geführt hat. Denn die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben den Schnee erleben können, den sie im Winter in Nordrhein-Westfalen vermisst haben. Damit ist es noch nicht genug gewesen. Denn sie haben die verschneiten Tiroler Alpen die meiste Zeit bei grandiosem blauen Himmel und Sonnenschein erleben können.

Der Wettergott denkt in Weiß-Blau, könnte man sich denken. Die Bundesgrenze zum bayrischen Freistaat ist bekanntlich im Zillertal noch gut erreichbar. So ist die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen typisch bayrischen Wettkampf nicht unverständlich gewesen. Der Nagelbalken hat den Sportsgeist geweckt. „Man könnte meinen, wir hätten die Eisennägel kiloweise verspielt”, erzählt Wolfgang Steinert, der im Präsidium der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW) für die Jugendarbeit verantwortlich ist. So wie jede(r) einzelne um den persönlichen Sieg gekämpft hat, so ist auch schnell ein Mannschaftsgeist entstanden. Schließlich ist die fsg-jugend nicht die einzige Truppe in dem Jugendgästehaus gewesen.

Jugendarbeit lebt von persönlichen Begegnungen. Diese Erfahrung haben die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fsg - jugend - Skifreizeit einmal mehr machen können. „Tolle Erlebnisse haben wir gehabt”, freut sich Anna. Sie erzählt davon, wie sie in Kleingruppen das Skigebiet erkundet haben, in dem sie den Schneeurlaub gemacht haben. Als sie auf dem Heimweg mit dem Bus gewesen seien, hätten die Smartphones keine Ruhe gefunden, da man sich ja noch so viel zu erzählen hatte.

„Das Zillertal ist nicht nur ein Schnee-Erlebnis”, meint Wolfgang Steinert. Es sei auch ein einzigartiges Naturerlebnis. Die Augen müsse man sich bei der ursprünglichen Bergwelt immer reiben, deren eigentliche Faszination gar nicht offenbar werde, wenn man auf der Inntal-Autobahn reisend in die Berghöhen blicke. Wasserfälle in unmittelbarer Nähe seien da nur ein Höhepunkt auf der Gerlosplatte gewesen. Nicht nur für eine Winterfreizeit biete sich diese Region an.

Bei der Skifreizeit der fsg-jugend haben es sich die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nehmen lassen, in die Fußstapfen von Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther zu treten. Sie haben die Pisten unsicher gemacht, sie sind sportlich an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gegangen und vor allem haben sie Sonne und Schnee in vollen Zügen genossen. Selbstverständlich wurden die Zeiten elektronisch erfasst und ausgewertet.

Apropos das Unmögliche möglich machen: eine Teilnehmerin hat den 17. Geburtstag im nahegelegenen Krankenhaus verbringen müssen. Sie hat sich den Tag mit Sicherheit anders vorgestellt, aber ein sattes Geburtstagsständchen -leider ohne Gitarrenbegleitung- von Ihren Lieben vor Ort sowie per Smartphone vom Jugendgästehaus haben die getrübte Stimmung wieder aufleben lassen, zumal es schon feststand das wir unsere Kleine wieder mit nach Hause nehmen dürfen. Die Empathie bei den verbliebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist größer gewesen als die Schadenfreude. Schließlich haben sie sich begrenzen müssen: Jause statt Sause.

Text: Christoph Müller


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