„Ohne Engagement würde der Naturismus verkümmern”

Günther Hedderich wird von der INF geehrt

Die FKK-Familienfreizeit „Mee(h)r erleben” ist eine gute Gelegenheit, das ehrenamtliche Engagement von Menschen ins Rampenlicht zu rücken. Die Präsidentin der Internationalen Naturisten-Föderation (INF), Sieglinde Ivo, hat Günther Hedderich während der diesjährigen Maßnahme geehrt - mit der gläsernen Weltkugel der INF.

Wer Augenzeuge dieses Ereignisses sein konnte, sah den Stolz, den Günther Hedderich mit dieser Auszeichnung verbindet. Günther Hedderich ist nicht nur Präsident der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW), sondern ist seit vielen Jahren nun auch der Maßnahmenleiter der FKK-Familienfreizeit „Mee(h)r erleben”, die alljährlich mehr als 500 begeisterte Naturistinnen und Naturisten an den Rosenfelder Strand im schleswig-holsteinischen Grube lockt.

„Ohne das ehrenamtliche Engagement, das keinen Feierabend kennt, würde die naturistische Bewegung verkümmern”, meint die INF-Präsidentin Sieglinde Ivo. Es sei natürlich mit sehr viel Arbeit verbunden, jedes Jahr aufs Neue diese Veranstaltung über die Bühne zu bringen und die Attraktivität zu steigern, indem man den Naturistenlauf und das Nackt-Wandern einbindet. Die Ausdauer und der Ideenreichtum, um die Teilnehmer zu animieren, müsse anerkannt und gewürdigt werden.

Wer Günther Hedderich kennt, der weiß, dass solche Ehrungen Anstöße sind, die bewährte Arbeit fortzusetzen. Mit seinem Namen sind innerhalb der FSG NW und des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur einige Veranstaltungen verbunden. Die FKK-Familienfreizeit hat er sich zueigen gemacht, nachdem sie ursprünglich mit einer anderen Idee konzipiert worden war. Das heutige „Mee(h)r erleben”-Familientreffen sollte eine Veranstaltung sein, die ähnlich wie das Alpe-Adria-Treffen organisiert werden sollte. Teilnehmern der nördlichen Föderationen sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich einmal im Jahr im naturistischen Geiste bei sportlichen Aktivitäten zu treffen (ähnlich den Südeuropa-Treffen in Spanien und Frankreich). Der DFK hat damals angeboten, diese Veranstaltung in Deutschland zu versuchen. Eigentlich sollte der Austragungsort jährlich gewechselt werden. Da keine andere nationale Föderation die Manpower hatte, ein so großes Event auf die Beine zu stellen, blieb es in Deutschland.

Spannend wird es sein, ob eine solche Idee nochmals an Aktualität gewinnen wird. Der Naturistenlauf hat in diesem Jahr erstmals ein breites Interesse in Dänemark gefunden. Im Jahre 2015 werden Dutzende dänische Naturistinnen und Naturisten an den Rosenfelder Strand reisen. Dass „Mee(h)r erleben” Erfrischungen braucht, dies können Sieglinde Ivo und Günther Hedderich sicher bestätigen.

Text: Christoph Müller


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