Fidus
Bürgerlicher Name:
Geboren:
Gestorben:
Hugo Höppener
1868 in Lübeck
1948 in Woltersdorf bei Berlin
- Kurzbiographie -

Nach seiner Schulzeit zog es Hugo Höppener, Sohn eines Konditors, zu einem Kunststudium nach München, unter anderem bei dem Maler und „Natur-Apostel” Karl Wilhelm Diefenbach, welcher ihn dann auch mit der neu entstandenen Freikörperkultur (→ damals noch: Nacktkultur) in Berührung brachte.

Den Beinamen „Fidus” (der „Getreue”) erhielt Hugo Höppener, nachdem er eine Gefängnisstrafe seines Lehrmeisters Karl Wilhelm Diefenbach freiwillig übernahm. Diefenbach wurde wegen »unzüchtigen Aufsehens« zu einer Gefängnisstrafe von acht Tagen verurteilt, weil er auch in der Öffentlichkeit gern auf jegliche Bekleidung verzichtete.

Motive der Freikörperkultur prägen dann auch seine Werke und wurden zum Schwerpunktthema. Der nackte Mensch in freier Natur, im Motive meist gestreckt, um dem Begriff »frei« mehr Ausdruck zu verleihen. So ist es wohl auch kein Wunder, dass sein wohl populärstes Werk, sein „Lichtgebet”, in mindestens elf verschiedenen Variationen erschienen ist und auch heute noch in einer Version als ein Symbol der FKK genutzt wird.

1932 trat Fidus in die NSDAP ein und erhielt kurze Zeit später die Ehrendoktorwürde, obwohl seine Kunst als »nicht zeitgemäß« und »kitschig« galt - umso gefragter sind seine Werke heute.

Hugo Höppener starb 1948 in seinem Haus in Woltersdorf an Unterernährung - einsam und vergessen.

 

Belege aus dem Besitz von Hugo Höppener
Zeitungsbeleg - Juni 1942 Feuerwehrbeitrag - Juni 1942
Kurtaxe - Mai 1937 Fernsprechrechnung - März 1942
Kohlerechnung - April 1942  



Das Lichtgebet

Die Wasserrosen

Vom Himmel

Der Undankbare

Lianenschaukel

Schlingpflanzen

Auf der KLippe
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