Günther Hedderich, Präsident der FSG NRW und
der Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Walter Schneeloch

„Eine soziale Heimat der Mitglieder”

Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen feiert 50 jähriges Bestehen

„Dieses Jubiläum sucht seinesgleichen! Diejenigen, die nicht hier waren, können nur neidisch sein. Sie haben etwas verpasst.” Ja, mit solchen überschwänglichen Prädikaten ist die Jubiläumsfeier der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG NW) gewürdigt worden, die am letzten September-Wochenende in der Rippers Farm in Wachtendonk stattgefunden hat. Verdient hat die Geburtstagfeier des 6800 Mitglieder starken Breitensportverbands dies auch. Denn die mehr als 150 Gäste erlebten ein Programm, das sich sehen lassen konnte.

Als „verlässlichen Partner” beschrieb der Präsident des Landessportbundes, Walter Schneeloch, die FSG NW, in der seit fünf Jahrzehnten Spiel, Spaß und unermüdlicher Einsatz im Vordergrund stehe. In der FSG NW stehe ein Sportverständnis im Vordergrund, das Gemeinschaft statt Konkurrenz lebe. Die FSG NW sei eine „soziale Heimat der Mitglieder”. Die naturistischen Sportvereine seien „attraktive Orte der Begegnungen”, in denen die Zielgruppe die Familien seien. Schneeloch, der auch Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes ist, konkretisierte dies: „Für mich ist es ein problematisches Verhalten, wenn heute in den Familien jeder sein Abendbrot esse, wann er will.” Die FSG NW könne stolz darauf sein, dass sie Werte schaffe.

Das Bild zeigt Walter Schneeloch, den Präsidenten des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, bei der
Verleihung der Silbernen Ehrennadel des LSB an den Präsidenten der FSG NRW, Günther Hedderich
Dass dieses Grundverständnis nicht ohne Folgen bleibt, zeigte sich in der
Auszeichnung des FSG NW - Präsidenten Günther Hedderich. LSB-Präsident Schneeloch hatte die silberne Ehrennadel des LSB NRW mitge-
bracht, um Hedderich auszuzeichnen. Die Überraschung stand ihm im Ge-
sicht geschrieben. Der Präsident des Deutschen Verbandes für Freikörper-
kultur (DFK), Kurt Fischer, zog einen Vergleich zwischen dem Veranstaltungsort der Jubiläumsfeier und den Vereinsgeländen der Vereine in der FSG NW. „Sie alle sind idyllisch, familiär und breitensportgerecht”, meinte Fischer. Deshalb sei die FSG NW in den 50 Jahren des Bestehens wohl auch so jung geblieben.

Die Vizepräsidentin des DFK, Michaela Toepper, sprach den Dank an die Vielen aus. Denn hinter den unzähligen engagierten Mitgliedern in den FSG NW-Vereinen stehe immer auch eine Menge weiterer Menschen, die das ehrenamtliche Engagement mitmachten und stärkten. Ohne die Geduld und Unterstützung von Partnerinnen und Partnern, aber auch Kindern sei die FSG NW kein so lebendiger Breitensportverband. In diese lebendige Truppe der Gratulanten reihte sich auch Franz Josef Probst ein, der der Präsident der Europäischen Akademie des Sports ist.

Festreden waren ein Teil der Feierstunden der FSG NW am linken Niederrhein. Ausgelassenes Miteinander war der andere Teil der Feierlichkeiten.

Mit begeisternder Musik brachte Joe Kiki Sena, ein musikalisches Allroundtalent aus Togo, den Saal zum Kochen. Seine einzigartige Stimme, die Kraft seiner Gitarrenmusik und die Wärme seiner Mundharmonika-Musik ließ nicht nur die Herzen der Festgäste flotter schlagen, sondern brachte die Körper in Bewegung. Die Lachmuskeln aktivierte dann die Variete-Show der Travestiekünstlerin Liz Fabraý. Die Kernigkeit des Humors und die Eleganz eines erfahrenen Bühnenstars überzeugte auch die letzten Skeptiker.

Der FSG NW - Präsident Günther Hedderich bewertete das Jubiläums-Wochenende der FSG NW als vollen Erfolg: „Für viele Menschen ist ein tolles Fest ein Dank für viel mühevolle Arbeit. Das Jubiläumsfest zeigte, dass die FSG NW lebt. Die Hoffnung ist, dass die Zeit auf der Rippers Farm Motivation und Ermutigung für die kommende Zeit sein wird.”


Das Präsidium der FSG NW mit den Gratulanten aus dem DFK-Präsidium:
Fritz Offelmann, Michaela Toepper, Günther Hedderich, Wolfgang Steinert,
Kurt Fischer (von links nach rechts)

Begeisternde Rhythmen: Joe Kiki Sena in seinem Element

FSG NW - Präsidium und DFK - Präsidium Hand in Hand
mit der Travestiekünstlerin Liz Fabraý


Text und Bilder:
Christoph Müller

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