Neubestimmung von Jugendarbeit

fkk-jugend e.V. versucht konsequent neue Wege zu gehen

Die kleinen Früchte sind es, die der Bundesvorsitzende der fkk-jugend e.V., Andreas Fischer, am liebsten erntet. So erzählt er in diesen Tagen mit breiter Brust davon, dass sich über die Grenzen der Landesverbände in der fkk-jugend e.V. hinweg eine Kerngruppe bildet, die Erinnerungen an die Geschichte der fkk-jugend e.V. wach werden lässt. Dieses Dutzend Jugendlicher, welche sich selbst „Young wild rebels” getauft haben, trifft sich regelmäßig bei Maßnahmen, die der Bundesverband der fkk-jugend e.V. anbietet.

Was zieht sich denn als Leitbild durch die Zeiten ?
„Es scheint die Gemeinschaft zu sein, die die Jugendlichen wohl schätzen”, vermutet Andreas Fischer. Jedoch habe sich die Form geändert, wie heute Gemeinschaft erlebt werde oder erlebt werden wolle. Andreas Fischer erinnert sich an manche Gespräche während des Bundespfingstlagers der fkk-jugend e.V. am Sonnensee in Hannover. Dort haben mit viel Idealisierung in den Worten ältere Generationen von gemeinsamen Wanderungen, bunten Singabenden und dem Leben um die Kothen erzählt.

Diese Berichte würden ihn als Verantwortlichen immer wieder ermutigen, darüber nachzudenken, wie denn heute Jugendarbeit in der fkk-jugend e.V. aktiviert wird. Irgendwie sei die Zeit der Wandervögel und Naturfreunde in einer romantischen Art und Weise dabei. Es sei eine Aufgabe, die zeitgemäßen Formen der Jugendarbeit zu leben. Optimistisch gibt sich der Bundesvorsitzende der fkk-jugend e.V., Andreas Fischer, dass die Initiierung von internationalen Fahrten eine ansprechende Sache sei.

Was fasziniert denn die Jugend heute ?
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert die Freiheit, selbst mitzuentscheiden zu können. Die Tatsache, dass ein Reiseziel weiter entfernt liegt und man unbekannte Regionen kennenlernt, scheint eine Attraktivität zu haben”, glaubt Andreas Fischer. So wachse eine größere Identifikation mit dem eigenen Jugendverband. Schliesslich entwickele sich über das gemeinsame Reisen auch eine Gemeinschaft. Wer mit anderen Leuten eine Geschichte zu erzählen habe, sei natürlich vom Verband gefangen. Wenn im kommenden Frühjahr 2014 die INF - Youth Spring Rally in Italien oder das Internationale Jugendtreffen in Kroatien stattfinden werden, seien dies Reisen, die die jungen Leuten ansprächen. Noch in diesem Jahr wird es ein Wiedersehen geben, wenn das neue Winter-Event im Pitztal in Tirol stattfinden wird.

Wie wird denn die Gemeinschaft gepflegt, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im gesamten Bundesgebiet leben ?
Die sozialen Netzwerke im Internet seien wichtige Helfer. Denn die jungen Leute kommunizierten über Facebook und WhatsApp, dort gebe es mehrere Gruppen. Andreas Fischer weiß um die Gratwanderung, die er mit der Neubestimmung von Jugendarbeit in der fkk-jugend e.V. wagt. „Wer nichts sät, kann auch nichts ernten!”, unterstreicht er. Die Wirklichkeit wird zeigen, was die Ernte einbringt und was zeitgemäße Jugendarbeit zu sein scheint.

Text:
Christoph Müller

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