Günther   und   Wolfgang

„Den Weg in die Zukunft gemeinsam gehen”

FSG-NW startet „Projekt FSG NW 2020”

„Wir wollen verstärkt den Weg in die Zukunft mit den Mitgliedern gehen”, verspricht der Präsident der Familien-Sport-Gemeinschaft Nordrhein-Westfalen (FSG-NW), Günther Hedderich. Er kündigt in diesen Tagen ein Projekt an, das in die Zukunft weist. „Projekt FSG-NW 2020” steht über dem Ganzen. Wie es sich für ein Projekt gehört, ist das „Projekt FSG-NW 2020” ordentlich geplant. Während der Internationalen FKK-Familienfreizeit „Mee(h)r erleben” im holsteinischen Grube Ende Juli und der Jubiläumsfeier anlässlich des 50 jährigen Bestehens der FSG-NW im niederrheinischen Wachtendonk haben die Mitglieder, aber auch die Freundinnen und Freunde der FSG-NW die Möglichkeit, ihre Ideen für die Zukunft des Breitensportverbands auf vorbereiteten Zetteln sowie in persönlichen Gesprächen einzubringen. Im Januar und Februar 2014 werden sich dann Verantwortliche und eine überschaubare Zahl von Mitgliedern auf einem Vereinsgelände im Rheinland daran machen, diese Ideen zu sortieren und konkrete Umsetzungen planen.

Wenn Ende März 2014 dann auf dem Gelände des Lichtbundes Wuppertal die Mitgliederversammlung der FSG-NW stattfinden wird, werden den Präsidenten und Delegierten der 34 Mitgliedsvereine der FSG-NW die Ergebnisse des überschaubaren Diskussionsprozesses vorgestellt. „Dann haben die Funktionsträger von der Basis die Möglichkeit, ihre Ideen nochmals einzubringen. Viel wichtiger wird es jedoch sein, dass sie sich verantwortlich dafür fühlen, die Wünsche und Ideen der Naturistinnen und Naturisten mit Leben zu füllen”, hofft der FSG-NW Präsident Günther Hedderich auf eine breite Unterstützung.

Was ist die Motivation hinter dem „Projekt FSG-NW 2020” ? „Wir machen zum Beispiel die Erfahrung bei der internationalen FKK-Familienfreizeit Mee(h)r erleben, dass es immer noch viele junge Frauen und Männer, aber vor allem junge Familien gibt, die naturistisch leben wollen”, berichtet Hedderich. Diese jungen Menschen müssten aber anders angesprochen werden als die älteren Generationen in der FSG-NW, die jahrzehntelang das FKK-Leben geprägt und gestaltet hätten. Deshalb sei es die Aufgabe der Gegenwart, die jungen Frauen und Männer, aber auch die Kinder und Jugendlichen dort abzuholen, wo sie sich abholen ließen. Ein Breitensportverband wie die FSG-NW habe nur dann eine Zukunft, wenn sie die Sprache der jungen Generation aufgreife und auch die Veranstaltungsformen entsprechend anpasse, meint Hedderich. Es könne nur in einem Miteinander gelingen.

Gibt es denn Erwartungen der FSG-NW ? „Wir wollen die Diskussionen und Entwicklungen ergebnisoffen gestalten”, meint Günther Hedderich. Den Verantwortlichen in der FSG-NW sei bewusst, dass die naturistische Bewegung bunter geworden sei. Während in früheren Jahren das Zuhause FKK-begeisterter Menschen der Vor-Ort-Verein gewesen sei, müsse man der Tatsache in die Augen schauen, dass viele junge Menschen keinen Verein und kein Vereinsgelände bräuchten, um nackt zu sein. Die sozialen Plattformen im Internet erleichterten beispielsweise den Zusammenschluss von Interessengruppen, die ihre FKK-Begeisterung punktuell miteinander teilten. Die Nacktwanderer seien bundesweit ein lebendiges Beispiel dafür. Deshalb müsse ein Breitensportverband wie die FSG-NW ein Dach sein, unter dem sich solche freien Naturistinnen und Naturisten sammelten und den Schulterschluss mit den FKK-Vereinen suchten.

Christoph Müller
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