Jenny Gertz

Jenny Gertz (1891-1966)
Die Tänzerin Und Tanzpädagogin Jenny Gertz studierte bei Rudolf von Laban und erhielt 1923 ihr Diplom zur Bewegungschorleiterin. Daraufhin arbeitete sie als stellvertretende Direktorin der „Hamburger Bewegungschöre Rudolf von Laban” unter der Leitung von Albrecht Knust (Choreograph).
1927 wechselte sie an die Weltliche Schule in Halle an der Saale. Hier stellte sie koedukative Laienbewegungschöre für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf.
1933 wurden Jenny Gertz und ihre Assistentin Ilse Loesch (Ausdruckstänzerin und Tanzpädagogin) von der Gestapo wegen ihres kommunistischen Hintergrundes, festgenommen.
Nach dem Verbot ihrer Bewegungschöre emigrierte Jenny Gertz 1934 zunächst nach Prag und 1939 nach England, wo sie an der Tanzschule von Kurt Jooss (Dartington Hall) und praktizierte ab 1940 als Lehrerin für Körperkultur und Erziehung an der St. Johns College Choir School in London.
1947 kehrte Jenny Gertz nach Halle zurück und leitete bis 1953 den Kinderclub Jenny Gertz.

Der Kinderbewegungschor

Kinder als „Bestimmer”
Der Kinderbewegungschor basierte auf der Methode der freien Improvisation nach Rudolf von Laban.
Als erstes wurde ein Thema ausgesucht, welches in einer tänzerischen Form dargestellt werden sollte, damit alle Beteiligten die Zielsetzung kannten. Dann wurde ein, den „Tanz führendes” Kind ausgewählt, welches durch eigene Bewegungen und Handlungen Impulse zu einer gemeinsamen Aktion gab.

Von der Themenauswahl, bis hin zur Ausführung, obliegt die ganze Aktion den Kindern. So können die Kinder nicht nur Geschichten und Märchen „tanzen”, sondern auch Erlebtes verarbeiten.

1925 

„Tiere des Wassers” - Reiher, Krebs,..

„Kleines Tier wehrt sich”
1926 

» Vorsicht / Annäherung «

» Früher Vogel fängt den Wurm «

» Mitten im Kampfgeschehen «

» Angriff und Verteidigung «

„Frühlingserwachen”

» Huldigung / Ehrfurcht «


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